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Kräuter überwintern: So überleben Rosmarin & Co.

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Egal ob Petersilie, Lavendel oder Schnittlauch: Die meisten Kräuter überwintern problemlos im Garten.
Egal ob Petersilie, Lavendel oder Schnittlauch: Die meisten Kräuter überwintern problemlos im Garten.

Rosmarin, Oregano, Basilikum oder Petersilie gehören zur Serienausstattung vieler Gärten. Doch die wenigsten sind frostfest. Wir geben Tipps, wie Sie Kräuter überwintern.

Sobald sich die Temperaturen der Null-Grad-Marke nähern oder diese unterschreiten, herrscht Alarmstufe Rot in Deutschlands Gärten: Eilig werden Rosen angehäufelt und Kübelpflanzen eingelagert. Doch was passiert mit Salbei, Thymian, Rosmarin, Lorbeer oder Schnittlauch? Lohnt es sich, die Pflanzen mit Winterschutz zu versehen? Oder kann man Schnee und Frost getrost ignorieren, weil die Kräuter im Frühjahr ohnehin wieder austreiben? Welche Kräuter sollte man zurückschneiden? All diesen Fragen gehen wir auf den Grund.

Kräuter überwintern: Trocknen und einfrieren

Im Spätherbst sollten Sie Ihre Kräuter abernten und anschließend trocknen oder einfrieren. Auf diese Weise haben Sie auch während der kalten Jahreszeit immer einen Vorrat an selbstgezüchteten Kräutern im Haus. Das klappt zum Beispiel mit Oregano hervorragend – perfekt für Pizza und mediterrane Gerichte. Auch Lavendel und Thymian bieten sich an. Getrocknete Zitronenmelisse und Minze ergeben einen erfrischenden, würzigen Tee.

Am einfachsten kappen Sie die Blätter samt Stängel, entfernen Blüten und legen die Ausbeute auf Backpapier in den Backofen. Wählen Sie eine Temperatur um die 50 Grad und lassen Sie die Tür des Backofens offen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf die getrockneten Kräuter: Wichtig ist, dass diese ihre Farbe behalten und keinesfalls eine bräunliche Farbe annehmen – schließlich wollen Sie die Kräuter nicht rösten. Aufbewahren können Sie Ihre Kräuterschätze an einem dunklen Ort in gut verschließbaren Dosen und Gläsern. Eine tolle Alternative zum Kräuter überwintern: Frieren Sie frische Kräuter einfach ein. Geeignet sind beispielsweise Basilikum, Schnittlich oder Petersilie.

Kräuter überwintern: Lavendel, Salbei und Rosmarin

Kräuterfans, dass sich aus anfangs kümmerlichen Pflanzen mit der Zeit stattliche Sträucher entwickeln. Zu den verholzenden Kräutern zählen Salbei, Thymian, Lavendel, Lorbeer und Rosmarin. Stellen Sie bereits im Spätsommer (August/September) die Ernte ein, damit die Zweige gut aushärten können. Erst im darauf folgenden Frühling ab Ende März/Anfang April schneiden Sie die Kräuter kräftig zurück – die Kräuter treiben dann wieder aus. Wenn Sie diese Kräuter in einem Gewächshaus züchten, ist ein zusätzlicher Winterschutz meist nicht erforderlich.

Wachsen die Kräuter in Töpfen, Kübeln, Blumenkästen, Hochbeet oder im Beet, dann sollten Sie die Pflanzen mit einem Vlies schützen. Achten Sie darauf, dass die Abdeckungen Licht, Wasser und Luft durchlassen. Zusätzlichen Schutz und Isolierung bieten Stroh, Tannenreisig oder Laub. Nicht geeignet sind hingegen Plastikfolien, weil die Kräuter schon nach wenigen Tagen faulen würden.

Kräuter überwintern: Kräuter ins Haus holen?

Lohnt es sich eigentlich, einzelne Kräuter-Raritäten in die warme Stube zu holen und auf der Fensterbank weiterzukultivieren? In fast allen Fällen nicht: Oft kümmern die Kräuter allein schon wegen der dünnen Lichtausbeute während der Wintermonate. Der Aufwand des mehrmaligen Umtopfens rechnet sich daher selten. Das gilt beispielsweise für Basilikum, Dill, Petersilie, Liebstöckel oder Schnittlauch: Da ist es in der Regel einfacher, im Frühjahr günstig Jungpflanzen und Setzlinge für wenige Euro zu erwerben und mit neuer Ware ins Kräuterjahr zu starten.

Gerade einjährige Kräuter wie Dill können Sie einfach frisch aussähen. Einige Pflanzen sind übrigens ziemlich hart im Nehmen: Sie werden überrascht sein, wie stark beispielsweise Schnittlich auch nach strengen Wintern wieder austreibt. Falls Sie sich doch entscheiden, mediterrane Pflanzen wie Rosmarinstöcke oder Lorbeer frostfrei zu überwintern, dann sollte das Winterquartier unbedingt kühl und hell ausfallen – Treppenhäuser sind meist perfekt geeignet, also dort, wo sich auch Oleander und andere Kübelpflanzen wohl fühlen.

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