
Mit Regentonne sparen Sie Wasser und versorgen Ihre Pflanzen mit bester Wasserqualität. Wir vergleichen Modelle und geben Tipps für den Kauf.
Anstatt mit dem Gartenschlauch kostbares Trinkwasser auf Rasen und Beeten zu verteilen, können Sie auch Regenwasser verwenden. Gerade in Gegenden mit kalkhaltigem Wasser ist das besondere weiche, kalkfreie, saubere Regenwasser ein echter Segen für die meisten Pflanzen. Regentonnen können nachträglich und mit wenigen Handgriffen montiert werden und liefern Ihnen über viele Monate hinweg bestes Gießwasser für Garten, Kübel und Terrasse.
Die meisten Hausbesitzer und Mieter sind sich gar nicht dessen bewusst, welch riesige Flächen sich für die Regenwassersammlung eignen: Neben dem Hausdach sind dies zum Beispiel die Dächer von Schuppen, Garagen oder Carports. Schon ein Carportdach mit 4 x 5 Metern Grundfläche liefert bei einem mittleren Regenschauer mit 5 Litern pro Quadratmetern bis zu 100 Liter hochwertiges Gießwasser.
Regentonne kaufen: Voraussetzungen für den Einbau
Regentonnen gibt es in unzähligen Ausführungen, Größen und Farben. Je nach Dachfläche sollte das Volumen nicht zu gering kalkuliert werden. In jedem Fall benötigen Sie einen Platz in unmittelbarer Nähe des Fallrohrs, das das Wasser aus der Regenrinne ableitet (meist in die Kanalisation). Dieser Platz sollte so gewählt sein, dass Sie im Gartenalltag leicht an den Zapfhahn der Regentonne gelangen.
Außerdem sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass Sie in jedem Fall das Fallrohr anbohren oder durchtrennen müssen, um den Wasserfilter anzubringen. Sofern Ihnen das Gebäude nicht gehört oder Sie sich das Fallrohr mit anderen Bewohnern und Nachbarn teilen, brauchen Sie deren Einverständnis.
Regentonne: Große Auswahl an Formen und Farben
Für welche Regentonne Sie sich letztlich entscheiden, ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es gibt moderne Regentonnen in knalligen Farben oder in Form von Amphoren, Säulen und Holzfässern. Darüber hinaus sind einige Oberflächen so gestaltet, dass sie Mauerwerk, Naturstein oder Holz zum Verwechseln ähnlich sehen. Diese Regentonnen fügen sich besonders harmonisch in Ihren Garten ein.
Sofern die Regentonne von der Terrasse aus stets in Ihrem Blickfeld ist, sollten Sie umso mehr Sorgfalt auf die Auswahl des Designs legen. Neuere Modelle enthalten beispielsweise einen integrierten Blumenkübel, den Sie nach eigenen Vorstellungen bepflanzen können.
Regentonnen: Preise und Ausführungen
Einfache Einsteigermodelle bekommen Sie schon ab 20 Euro. Hinzu kommen meist ein passender Wasserhahn samt Zubehör sowie gegebenenfalls ein Unterstand, damit Sie zum Beispiel eine Gießkanne bequem unter dem Auslauf platzieren können.
Wer über viele Jahre Freude an seiner Regentonne haben möchte, sollte sich für ein Markenprodukt entscheiden. Die Unterschiede zu Billigangeboten liegen im Detail: Hochwertige Regentonnen sind witterungsbeständig, UV-stabil, frostsicher und verfügen über einen genormten Gewindeanschluss für den Wasserhahn.
Empfehlenswerte Regensammler und Füllautomaten für Ihre Regentonne

Bei den Regensammlern (auch Füllautomaten genannt) wird grundsätzlich zwischen zwei Versionen unterschieden: Bei den technisch ausgefeilteren Modellen wird das Fallrohr nach Anleitung durchtrennt und an der entsprechenden Stelle durch den Regensammler samt Filter ersetzt. Eine Verbindung leitet das Wasser in die Regentonne. Ist diese randvoll, fließt das Wasser wie gehabt in die Kanalisation – vollautomatisch. Die Modelle unterscheidet vorrangig die Konstruktion des Filters und die daraus resultierende Wassermenge: Top-Filter halten zuverlässig Laub und Verschmutzungen fern und zeichnen sich durch eine hohe Wasserausbeute aus.
Wenn es besonders schnell gehen soll, empfehlen sich Modelle wie der Speedy Regensammler: Hier bohren Sie mit einer Bohrmaschine und dem mitgelieferten Bohrkranz ein kleines Loch in das Fallrohr, schieben den flexiblen Regeneinsatz hindurch und verbinden die Leitung mit der Regentonne – fertig. Halbwegs talentierte Handwerker schaffen den Einbau in wenigen Minuten.
Achten Sie beim Kauf des passenden Regensammlers unbedingt darauf, für welchen Durchmesser die jeweiligen Ausführungen gedacht sind!
Im Übrigen können Sie bei einigen Modellen auch mehrere Regentonnen miteinander verbinden.
Wenn die Regenrinne aufgrund umstehender Laubbäume regelmäßig von Blättern verstopft wird, empfehlen sich entweder ein Dachrinnenschutz oder ein sogenannter Laubabscheider (geeignet für Fallrohrdurchmesser von 7 bis 10 Zentimeter).
Regentonnen: Kindersicherung ist Pflicht
Die meisten Regentonnen sind in sich geschlossene Hohlkörper, die weder für Kinder noch für Tiere eine Gefahr darstellen. Allerdings gibt es auch oben offene Regentonnen, die mit einem Deckel verschlossen werden. Hier ist ein Deckel samt zuverlässiger Kindersicherung absolute Pflicht.
Regentonnen vor dem Winter entleeren
Alle Regentonnen müssen im Herbst – in jedem Fall vor dem einsetzenden Frost – komplett entleert werden. Geschieht dies nicht, gefriert das verbliebene Wasser im Behälter, dehnt sich aus und beschädigt möglicherweise die Außenwände. Achten Sie darauf, dass das Wasser wirklich vollständig entfernt wird. Hilfreich ist in diesem Fall zum Beispiel das Universal-Schlauchset von Graf, das für alle handelsüblichen Tanks geeignet ist.