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Krautfäule und Braunfäule an Tomaten bekämpfen

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Gezielte Sortenwahl und eine Überdachung gegen Regenschauer sind sinnvolle Maßnahmen gegen die Krautfäule und Braunfäule an Tomaten.

Zu den ärgerlichsten Tomatenkrankheiten zählen Krautfäule und Braunfäule: Mit diesen Tipps & Tricks beugen Sie vor und bekämpfen die Pflanze

Wochen- und monatelang entwickeln sich Ihre Tomaten prächtig, die Pflanze quillt über vor Knospen, die noch grünen Früchte erröten bereits, Sie freuen sich auf leckeren Tomatensalat aus selbst gezogenen Tomaten. Und dann schlägt sie unvermittelt doch noch zu, die gefürchtete Krautfäule und Braunfäule. Besonders in einem kalten, regnerischen Sommer oder bei feuchtwarmer Witterung sind die Tomaten gefährdet.

Ursache ist wie so oft ein Pilz, der mit Gießwasser oder durch Regen über die Blätter in die Pflanze eindringt. In der Folge verwelken die Blätter; die Tomaten faulen und werden ungenießbar. Wenn Sie nicht handeln, ist die Tomatenpflanze nicht mehr zu retten. Neben Tomaten sind auch Kartoffeln von der Braun- und Krautfäule betroffen.

Krautfäule und Braunfäule: So erkennen Sie eine Infektion an Ihren Tomaten

Präparate wie Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei von Neudorff können vorbeugend und heilend gegen die Krautfäule und Braunfäule eingesetzt werden (Foto: Neudorff).
Präparate wie Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei von Neudorff können vorbeugend und heilend gegen die Krautfäule und Braunfäule eingesetzt werden (Foto: Neudorff).

Braune, schwarze und gelbe Verfärbungen an Stängel, Trieben und Blättern sind die ersten Warnhinweise, später zeigen sich die ersten welken und vertrockneten Blätter. Die Früchte verhärten und bekommen großflächige faule Stellen. Kontrollieren Sie unbedingt auch die Unterseiten der Blätter: Dort zeigt sich ein weißlicher, schimmel-ähnlicher Belag. Als erste Amtshandlung sollten Sie befallene Pflanzteile und Früchte sofort entfernen und über die Biotonne entsorgen – keinesfalls via Komposthaufen, denn sonst wird der Pilz bei nächster Gelegenheit wieder in Ihrem Garten ausgebracht. Bei einem großflächigen Befall sollten Sie vorsichtshalber die komplette Pflanze entsorgen, um ein Übergreifen auf Ihren verbliebenen Bestand zu verhindern.

Krautfäule und Braunfäule: Vorbeugende Maßnahmen

  • Wählen Sie beim Kauf von Saatgut und vorgezogenen Pflanzen ausschließlich Sorten, die für den Freilandanbau geeignet sind und als besonders widerstandsfähig bzw. resistent gegenüber der Braunfäule und Krautfäule gelten. Dazu gehören moderne Züchtungen wie etwa Phantasia, Philovita oder Vitella. Eine Liste geeigneter Sorten finden Sie in diesem Artikel.
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf von vorgezogenen Pflanzen für veredelte Tomaten – diese sind üblicherweise robuster und widerstandsfähiger, wenngleich eine Veredelung nicht zwangsläufig dafür sorgt, dass Ihre Tomate von der Kraut- und Braunfäule verschont bleibt. Die richtige Sortenwahl ist viel entscheidender!
  • Tomaten benötigen grundsätzlich einen möglichst sonnigen, luftigen Standort – das gilt insbesondere dann, wenn Sie Tomaten im Freiland anbauen. Sorgen Sie dafür, dass die Blätter nach einem Regenguss schnell abtrocknen können.
  • Halten Sie zwischen den Tomatenpflanzen einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern, besser 70 Zentimetern – egal, ob Sie die Tomaten im Topf kultivieren oder im Beet auspflanzen.
  • Als beste Gegenmaßnahme gegen die Krautfäule und Braunfäule gilt eine Überdachung, egal ob in Form eines Gewächshauses oder unter einem Terrassenvordach. Bewährt haben sich sogenannte Tomatenhäuser. Doch Achtung: Die meisten Tomatenhäuser aus Kunststoff sind ausschließlich für windgeschützte Standorte geeignet – beim kleinsten Sommersturm fliegt Ihnen die Plane um die Ohren. Deutlich stabiler sind Tomatendächer.




  • Gießen Sie Kübel-Tomaten grundsätzlich über den Untertopf – niemals die Blätter oder die Erde bewässern. Achten Sie darauf, dass kein Wasser hochspritzt. Ausgepflanzte Tomaten im Beet oder Gewächshaus gießen Sie vorsichtig mit etwas Abstand zum Stängel. Bewährt haben sich kleine, schmale Töpfe, die direkt neben die Pflanze in den Boden gesetzt werden – also eine Art Trichter. Auf diese Weise lässt sich die Tomate bewässern, ohne dass Wasser an die Blätter gelangt.
  • Bedecken Sie die Erde in den Töpfen mit gehäckseltem Stroh oder angetrocknetem Grasschnitt.
  • Sobald die Tomatenpflanze einen halben Meter hoch ist, entfernen Sie die untersten Blätter. Achten Sie darauf, dass es keinen Kontakt zwischen Blättern und Pflanzerde gibt.
  • Töpfe, Untersetzer, Tomatenstäbe und Rankgitter befallener Pflanzen sollten mit heißem, besser kochendem Wasser gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder zum Einsatz kommen.
  • Verzichten Sie auf sogenannte Tomatenhauben, unter denen die Tomaten schneller reifen sollen. Das feucht-warme Klima begünstigt den Ausbruch von Krankheiten.
  • Wenn Sie Tomatenpflanzen im Gewächshaus anbauen, sollten Sie unbedingt regelmäßig lüften. Feucht-warmes Klima begünstigt Pilzinfektionen.
  • Bei Stabtomaten gehört regelmäßiges Ausgeizen der Seitentriebe zu den wichtigsten Aufgaben (bei Buschtomaten können Sie darauf verzichten). Durch das Ausgeizen wird die Pflanze luftiger, was dazu führt, dass die Blätter schneller abtrocknen können.
  • Versorgen Sie Ihre Tomaten mit speziellem Tomatendünger: Eine sachgerechte Versorgung mit Nährstoffen stärkt die Pflanze und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Infektionen.





Krautfäule und Braunfäule bekämpfen: Geeignete Spritzmittel

Bei den ersten Anzeichen einer Braun- und Krautfäule haben Sie noch die Chance, mit geeigneten Präparaten einzugreifen und Schlimmeres zu verhindern. Als „nicht bienengefährlich“ bewirbt Hersteller Neudorff das Präparat Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei, das unter anderem auch die Kraut- und Braunfäule sowie den Echten Mehltau bekämpft. Fungisan wirkt sowohl vorbeugend als auch heilend. Bei „Compo Ortiva Spezial Pilz-frei“ handelt es sich hingegen um ein teilsystemisches Fungizid, das für eine Vielzahl von Pilzkrankheiten an Zierpflanzen und Gemüsesorten einsetzbar ist. Auch diese Packung trägt das Versprechen „Nicht bienengefährlich“. Egal, was Sie einsetzen: Lesen Sie die Packungsbeilage durch und halten Sie sich bezüglich Dosierung und Anwendung genau an die Anleitung.


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