Sattgrün, dicht und robust – so sieht der perfekte Rasen aus. Mit diesen Tipps und Tricks vermeiden Sie typische Fehler und sorgen für neidische Nachbarn.

Ein Rasen – egal wie groß – muss im Laufe des Jahres einiges aushalten: Sonne, Wind, Dauerregen, Frost, Trockenheit, Hitze, Haustiere, spielende Kinder, Partygäste. Lästiges Moos, Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen sind zudem Hinweise auf Standortprobleme, fehlende Nährstoffe und zu viel Feuchtigkeit. Wer einige Grundregeln beachtet, wird mit einem sattgrünen Rasen belohnt.

Der perfekte Rasen: 7 einfache Tipps

Morgens gießen, nie tagsüber oder abends: Am Vormittag halten sich Temperaturen und Sonneneinstrahlung in Grenzen – der Rasen kann also gut abtrocknen. Wer bei großer Hitze mittags oder nachmittags wässert, stresst den Rasen ohne Not, denn die Wassertropfen wirken wie ein Brennglas.

Mindestes einmal pro Woche mähen: Je öfter gemäht wird, desto dichter der Rasen. Der Grund: Die Gräser werden zum Wachstum angeregt, bilden mehr Wurzeln, breiten sich aus und bilden eine schöne dichte Grasnarbe. Zierrasen-Fans greifen ab Mai sogar zwei Mal pro Woche zum Spindelmäher. Das führt auch dazu, dass Löwenzahn & Co. erst gar nicht zur Entfaltung kommen. Wichtig: Mähen Sie nach Möglichkeit bei bedecktem Himmel, denn frisch gemähter Rasen trocknet schnell aus und ist anfällig für Hitzeschäden durch die intensive Sonneneinstrahlung.

Regelmäßig düngen: Allein durch das Rasenmähen verlieren die Grashalme im Lauf der Saison jede Menge Nährstoffe, Spurenelemente und Mineralstoffe – also all das, was ein Rasen für gesundes Wachstum benötigt. Außerdem halten Sie dadurch Moos, Klee und Unkräuter im Zaum. Deshalb sollten Sie den Rasen mindestens drei Mal düngen – einmal zum Saisonstart im April mit einem Langzeitdünger, dann im Hochsommer und zum Schluss im Herbst (Oktober). Vor dem Winter benötigt der Rasen insbesondere Kalium, um die kalten Monate gut zu überstehen und im neuen Jahr wieder durchstarten zu können.

Vertikutieren ist ein Muss: Im Laufe der Monate bildet sich ein filzähnlicher Belag auf der Grasnarbe, bestehend aus verdorrten und gemähten Grashalmen, Moos und Wurzeln. Durch zweimaliges Vertikutieren entfernen Sie diesen Filz und lassen die Gräser wieder durchatmen: Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe können wieder ungehindert an die Wurzeln gelangen. Sie werden überrascht sein, welche Mengen an Gras beim manuellen oder Geräte-unterstützten Vertikutieren anfallen. Nach dem Vertikutieren wird gedüngt; eine großzügige Gabe Rasensand sorgt zudem für perfekte Drainage. Wer seinem Rasen darüber hinaus etwas Gutes tun möchte, kann die Fläche zusätzlich mit speziellen Rasenlüftern lüften.

Selten gießen, aber intensiv: Es gibt Gärtner, die tagtäglich nach Feierabend den Rasensprenger anwerfen – fast schon ein Ritual. Die Folge ist, dass nur die obersten Erdschichten mit Wasser versorgt werden – dadurch arbeiten sich die Graswurzeln nicht tiefer ins Erdreich vor und bleiben bei Trockenheit unterversorgt. Daher ist es wichtig, ein bis zwei Mal pro Woche intensiv zu wässern. 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter sind optimal.

Kein Laub auf dem Rasen belassen: Vor dem ersten Frost sollten Sie Laub von der Rasenoberfläche zusammenrechen und entfernen. Mangels Luft und Licht würde der Rasen unter den Blättern faulen – die Gräser leiden. Rasenkrankheiten sind so vorprogrammiert.

Nicht beim Saatgut sparen: Rasensamen für die Neuanlage oder die Nachsaat gibt es im Discounter schon für wenige Euro, zum Beispiel den klassischen „Berliner Tiergarten“. Das Problem: Billige Rasenmischungen enthalten einen hohen Anteil an Rasensamen, die deutlich weniger widerstandsfähiger sind gegenüber Umwelteinflüssen, langsamer keimen und schnell Lücken entstehen lassen. Greifen Sie besser zu Markenprodukten, die hochwertige Sämereien enthalten und oft mit zusätzlichen Eigenschaften (zum Beispiel Startdünger) ausgestattet sind. Achten Sie in jedem Fall darauf, die Mischung passend zum Einsatzzweck auszuwählen – wer einen Zierrasen anlegen möchte, braucht ein anderes Produkt als eine Familie mit bolzenden Kindern. Für schattige Plätze mit wenig oder keiner Sonneneinstrahlung gibt es spezielle Schattenrasen-Mischungen.

 

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